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Gleich vorweg

Es freut mich riesig, dass so viele Gaminger aber auch Gäste und Fans der Musikgruppen das nach langer Pause wieder ins Leben gerufene Ötscherlandfest besucht haben. Und das trotz widriger Witterungsbedingungen. War es Nostalgie oder Regenblues, egal, schön dass die Gaminger zeigten dass sie zu Veranstaltungen im Ort stehen.

Was ja nicht immer der Fall ist

Viele Veranstalter der letzten Zeit klagten über Besuchermangel. Einerseits hört man ja immer "is eh nix los" und wenn was los ist und das Resümee zeigt dass nicht los war dann hört man im Nachhinein das so gerne verwendete "Ah ja, mei des hob i gaunz vergessen". Als würde derjenige jemals in Erwägung gezogen haben, dorthin zu gehen. Papier ist sprichwörtlich geduldig, Ausreden und Notlügen sowieso, die Veranstalter allerdings verlieren die Motivation und es hört sich so manches auf.

Ein wichtiger Grund ist da aus meiner Sicht heraus das fehlende Heimatgefühl. Anstatt zu Gaming mit all seinen Plus- und Minuspunkte n zu stehen fährt man lieber fort, weg vom Ort. Ist es denn woanders wirklich schöner? Wo bleibt der Zusammenhalt untereinander? Ich erinnere mich noch an meine Kinderzeit, wenn da was los war, da ging man natürlich hin. Sicher gabs noch keinen Fernseher und Facebook zum Nachlesen, aber es war jeder Familie ein Bedürfnis, dabei zu sein. Bei einer Eröffnung, einem Platzkonzert, beim Maibaumaufstellen, egal was, man wollte das sehen und auch würdigen. Ja sogar bei einem Begräbnis war zumindest von jedem Haus einer dabei um dem Verblichenen die letzte Ehre zu erweisen.

Und jetzt? Jetzt bemühen sich die Veranstalter genauso wie damals, aber mit magerem Erfolg.

Sehr nachdenklich

Kürzlich war ich auf Kur in Bad Gastein. Natürlich kam ich nicht umhin, am Vorabend des 1. Mai zum Maibaumaufstellen nach Badbruck zu gehen. Und was dann kam stimmte mich sehr sehr nachdenklich. Abgesehen davon dass das Zelt "getreten voll" war mit Einheimischen und Kurgästen, so zeigte man auch ein Heimatbewußtsein das ich bei uns schon lange vermisse.

Da legte nach dem Marsch der Kapellmeister seinen Taktstock nieder und drehte sich zur Menge. Schon bevor er intonierte "So meine liaben Leit, es habts schon drauf gewartet. Ihr wißt jetzt was jetzt kommt und was ihr zu tun habt" erklommen die Leute die Bänke und Tische. Und dann spielten sie den Rainermarsch. Für alle die das nicht wissen: Der Rainermarsch ist der Regimentsmarsch des ehemaligen K.u.k. Infanterieregimentes Nr. 59 Erzherzog Rainer. Das nach seinem langjährigen Inhaber Erzherzog Rainer benannte Regiment hatte durch Rekrutierungsbezirk und Standort einen besonderen Bezug zu Salzburg, so dass das Stück heute über Salzburgs Grenzen hinaus als dessen zweite Landeshymne bekannt ist.

Und alle Einheimischen standen also auf, viele sprangen auf Bänken und Tischen, hielten sich an den Händen und sangen mit Inbrunst ihre geheime Landeshymne: Hoch Regiment der Rainer, als tapfer allbekannt,wir schützen uns're Heimat und unser Vaterland. Wir siegen oder sterben für unser Heimatland,dem Feinde zum verderben, hoch Salzburg, unser Land! Und als sie dann später auch noch aufriefen ob Tiroler da seien und einen entsprechenden Marsch spielten wobei, die anwesenden Tiroler stolz kerzengerade am Tisch standen, ja da begann ich wirklich sehr nachdenklich zu werden.

Denn das war pure Heimatliebe und Regionalstolz

Und ich malte mir aus wie das in Gaming so ablaufen würde. Abgesehen davon dass ich den Ötschermarsch schon lange net gehört habe, aber könnt ihr euch das vorstellen, wenn die Musikkapelle also den Ötschermarsch spielen würde und alle Gaminger stehen auf und singen aus Heimatliebe mit? ....

Schön wärs.

 

"Der Buntspecht"

So wie der Buntspecht finden auch unsere Kolumnisten so manches morsche Thema ...

Anmerkung: Diese Kommentare sind persönliche Meinungen und sind nicht immer mit der Parteilinie gleichzusetzen